Überfischung

Muschelfangschiff bei der Arbeit
Muschelfangschiff
Trotz der Botschaft des Films „Der Weiße Hai“, werden jährlich nur 30 Menschen durch Haiangriffe getötet. Obwohl dies noch immer 30 Menschenleben sind, sollte man einmal an die Anzahl der Haie denken, die jedes Jahr getötet werden – dies umfasst in etwa 38 Millionen. Viele verschiedene Haiarten, einschließlich des großen weißen Hais, sind in großem Maße überfischt. Haie sind besonders für Überfischung gefährdet, da sie mehrere Jahre benötigen, bis sie sich fortpflanzen können. Dies hat zur Folge, dass eine große Chance besteht, dass sie schon gefangen werden, bevor sie zur Fortpflanzung kommen konnten. Dies ist nicht nur alarmierend für derzeitige Haibestände, sondern auch für zukünftige.

Außer Haien gibt es noch andere Fischarten die durch Überfischung gefährdet sind. Da Überfischung meist in den Ozeanen statt findet, ist dies schwierig zu erfassen. Ozeane werden als allgemeines Gut angesehen und gehören nicht zu einem bestimmten Land. Dies ist der Grund, dass es Anstrengungen gibt, um Fischereiregulierungen international zu vereinbaren. In 2000 hat die Fischereikommission (COFI) der FAO ein internationalen Aktionsplan angenommen, um die Fischerei zu regulieren. Das Ziel ist es, illegale Fischereiaktivitäten zu verhindern, davor abzuschrecken und es möglich zu machen, diese zu bestrafen.

Fische
Fische
Ozean Fischerei – Es gibt verschiedene wilde Fischarten, die überfischt werden. Jede Fischart braucht eine Mindestgröße, um die Population in Stand zu halten. Wenn zu viele Fische weggefischt werden, schrumpft die Population und wird die Fischereiindustrie letztendlich mit ihr schrumpfen. Außerdem, müssen Fischer genau darauf achten, wie sich die Populationen entwickeln. Wenn dies nicht geschieht, graben sie sich längerfristig ihr eigenes Grab. Es wird Jahrzehnte benötigen, bis sich die Fischbestände wieder erholte haben werden. Vor allem Fischarten, die Grenzen überschreiten, wie z.B. Thunfische, sind nur schwer zu kontrollieren, da sie unter der Autorität mehrerer Länder stehen. Die Pazifische Sardine z.B. und peruanische Anchovis, die einst in großen Anzahlen vorkamen, und von denen man dachte, dass diese gegen Überfischung immun wären, sind drastisch zurückgegangen. Fischereibeschränkungen probieren die mit der Überfischung einhergehenden Probleme, durch eine Beschränkung der Fangsaison,  zu vermeiden. Man kann hierbei z.B. ein Verbot aufstellen, damit keine Fische während der Paarungszeit gefangen werden. Zudem wird manchmal das Fischen von sehr gefährdeten Arten für kurze Zeit völlig verboten.

Süßwasserfisch – Süßwasserfische sind anderen Problemen ausgesetzt. Sie leben in Flüssen und Seen, in Gebieten großer Umweltprobleme, z.B. durch die Präsenz schwerer Industrie. Viele Süßwasserfischarten, sind in kleinenschaligen Gewässern zu Hause, da die natürlichen Begrenzungen es nicht möglich macht, um sich in anderen Gewässern aufzuhalten. Für Salzwasserfische, die in Meeren und Ozeanen zu Hause sind, ist es einfacher, um einen neuen Lebensraum zu finden. Da bestimmte Süßwasserfischarten oft in kleinen Gewässern vorkommen und es unmöglich ist diesen zu verlassen, hat Wasserverschmutzung einen großen Effekt auf die Fischbestände. In Westeuropa wurde in den letzten Jahrzehnten der Wasserqualität von Flüssen und Seen viel Aufmerksamkeit geschenkt. Industrien haben schwerere Auflagen erhalten und werden regelmäßig durch Behörden kontrolliert. Seit den Achtzigern, haben sich die Flüsse enorm verbessert und werden viele Fischarten neu entdeckt, von denen man ausgegangen war, dass diese nicht mehr vorkamen.

Verantwortlicher Fischkonsum – Nicht alle Fischarten sind überfischt und es gibt große Unterschiede in der Umweltfreundlichkeit der Fangmethoden. Der Fischfang funktioniert auf dem Marktprinzip von Angebot und Nachfrage. Folglich kann der Konsument entscheiden, ob man eine vom Aussterben bedrohte Fischart kauft oder eine Fischart, die noch in ausreichendem Maße vorhanden ist. Eine Richtlinie für „verantwortlichen“ Fisch kann man auf www.fishonline.org finden.