Das Proterozoikum

Sauerstoff – der Schlüsselfaktor

Das Proterozoikum, die Periode in der Ergeschichte vor 2.500 und 570 Mio Jahren begann mit dem Ende des Archaikums. Die Entstehung einer kontinentalen Kruste führte schließlich zur Bildung von Gebirgen. zuerst bildeten sich Sand- und Tonsedimente. Später formten sich in riesigem Ausmaß Eisensedimente, bis hin zu lebenden Organismen. Mehr Meerespflanzen führten zu einer höheren Sauerstoffproduktion, die den Anteil an freiem Sauerstoff in der Atmosphäre erhöhte.

Erosion verändert die Oberfläche

Die Veränderungen der Atmosphäre waren die Folge von Verwitterungsprozessen wie Erosion und Sedimentation. Verwitterung ist der Abbau von Gestein durch atmosphärische Phänomene und Vegetation. Erosion ist der Prozess, in dem lose Gesteinsbrocken mit dem Wasser, Eis oder Wind transportiert und wieder abgelegt werden. Die Zusammensetzung der Atmosphäre beeinflusste auch die Entwicklung des Planeten. Vor 3,8 Mrd. Jahren gab es nur einzellige Organismen (die Archaeen), vor 2,3 Mrd. Jahren gesellten sich Organismus mit Zellkern hinzu, die ohne Sauerstoff nicht überleben.

Variation, Selektion und Transmission

Der nächste Schritt war der Aufstieg von vielzelligen Organismen und später Organismen, die sich fortpflanzen konnten. Die vielzelligen Organismen ebneten den Weg für die Evolution. Veränderungen von Organismen wird durch drei Mechanismen erzeugt: (1) Genetische Variabilität, (2) Auslese, d.h. Eliminierung durch die Umwelt oder (3) Weitergabe des genetischen Materials durch Vererbung an die nächste Generation. Heutzutage gilt die Darwin'sche Evolutionstheorie der graduellen Artenentwicklung als allgemein anerkannt.