Der Bau

Der Abschluss

Schutzschleuse bei Zandkreek
Schutzschleuse Zandkreek
Der Abschluss der Ostseite des Veersen Meers durch den Zandkreekdamm erfolgte durch das Legen der Arbeiten auf den Zeitraum Ende April Ende Mai. Zuerst wurde ein hohler Kasten zum Platz seiner Bestimmung gebracht. An einem Zeitpunkt an dem die Gezeitenkräfte ihr Minimum erreichten, wurde dieser versenkt. Am 29. April wurde der erste Kasten versenkt. Am 2. Mai folgten weitere sechs. Durch die starke Strömung konnten am 3. Mai nur noch 4 versenkt werden. Nachdem diese elf Kästen versenkt waren, mussten noch etwa 20 Meter überbrückt werden. Diese Öffnung wurde abgedichtet indem man zwei aneinander gekoppelte Kästen gleichzeitig am 4. Mai versenkte. Während des Versenkens wurden diese letzten Kästen in die Strömung gefahren. Glücklicherweise blieb diese auf 0,75 Metern pro Sekunde, ansonsten hätte man das ganze Unterfangen abblasen müssen. Die Geschwindigkeit sank bis 0,35 Metern pro Sekunde und am 4. Mai um acht Minuten vor halb Drei waren die Arbeiten erledigt.

Ein Hebekran im Einsatz beim Platzieren der Caissons am Zandkreekdamm
Platzieren der Caissons
Ein spezialer Kran musste dafür sorgen, das die Kästen exakt senkrecht auf den versenkten Steinen zu Recht kam. Nachdem der Kasten an seinem Platz stand, wurde er mit großen Mengen Sand und Kieseln gefüllt. Extra Aufbauteile dienten der Erhöhung. Danach wurde neun Tag lang Sand gegen den Kasten angesprüht, sodass er fest verankert im Boden stand. Pro Tag kamen 35.000 Kubikmeter Sand dazu – was soviel ist wie 30 vollgefüllte große Schwimmbecken. Nachdem dem die Presssauganlagen ihre Arbeit verrichtet hatten, wurden Straßen und Asphaltierungen angelegt.

Brücke und Schleuse

Nachdem der Damm fertig gestellt war, wurde eine Brücke und eine Schleuse gebaut, die es Schiffen ermöglichte, via dem Veersen Meer, den Kanal Walcheren Middelburg und Vlissingen zu erreichen. Wären diese Anlagen nicht vorhanden gewesen, dann hätten Schiffe durch die Nordsee am Kopf von Walcheren vorbei fahren müssen, um die Westerschelde zu erreichen.