Veerse Gatdamm

Das Problem

Der Veerse Gatdamm
Video: Der Veerse Gatdamm
Der Bau des Damms, der an der Mündung an de Veerse Gat geplant war und Walcheren mit Nord-Bevelland verbinden sollte, wäre nicht einfach geworden. Der Veersedamm oder Veersegatdamm wurde 1961 gebaut um Gebiete von Walcheren, Nord-Bevelland und Süd-Bevelland gegen eine mögliche neue Katastrophe zu beschützen. Was machte den Bau so kompliziert? Zum einen ist de Veerse Gat größer als de Zandkreek.
Zum Zweiten ist die Strömung durch die Gezeiten sehr ausgeprägt. Sowohl bei Ebbe als auch bei Flut strömen 70 Millionen Kubikmeter Wasser durch die Mündung. Wenn das Loch geschlossen werden sollte mit den gleichen Senkkästen, die auch am Zandkreekdamm gebraucht waren, dann wäre die Strömung viel zu stark geworden. Je kleiner das noch zu schließende Loch wird,
Die sogenannten Phoenix Caissons werden zu ihrer Endbestimmung Veerse Gat transportiert, wo sie versenkt werden und Teil des Damms werden.
Video: Caissons im Veerse Gat fertiggestellt
desto größer die entstehende Strömung, da die gleiche Menge Wasser durch eine viel kleinere Öffnung gedrückt wird.

Die Lösung

Die Lösung waren die so genannten Senkkästen mit Durchlass. Im Gegensatz zu den Standardsenkkästen, waren diese geöffnet. Zu allererst wurde das Trajekt wo der Damm kommen sollte, durch das Anfüllen von Sand erhöht. Hiernach wurde eine Schwelle aus Steinen errichtet auf denen die Senkkästen gut stehen konnten. Zum Schluss wurden die Kästen nacheinander in die 320 Meter breite Öffnung versenkt. Während des Versenkens standen die Senkkästen mit ihrem Durchlass geöffnet, damit das Wasser ohne Probleme durch strömen konnte. Erst wenn die Strömung minimal war, wurden die Pfeiler in den Senkkästen zum Boden abgelassen. Nachdem dieses schwere Stück Arbeit geschafft war, konnte der Damm fertig gestellt werden.

Die Caissons sind bereit im Baudock
Caissons
Angesichts des abgeschlossenen Damms in Zandkreek, entstand ein neuer See, das Veerse Meer. Es würde sich aber noch viel in dem See verändern, vor allem weil das Salzwasser langsam zu Brackwasser überging.