Eine Brücke vom Hellegatsplein nach Hoekse Waard

1957 wurde der Arbeitshafen bei Willemstad in Betrieb genommen. Die echte Arbeit konnte endlich beginnen. In den Jahren 1957 und 1958 wurde der am westlichsten gelegene Teil des zu schließenden Lochs, mit Caissons abgedichtet. Als die Brücke nach Hoekse Waard 1964 fertig gestellt wurde, konnte man mit dem Auto von Seeland nach Süd-Holland fahren. 1967 wurden zwei Schutzschleusen verbaut. Letztendlich dauerte es noch Jahre bevor ein Weg über den östlichen Teil des Damms gelegt wurde.

Die Brücke über den Volkerakdamm war aus mehreren Pfeilern aus Eisen gebaut. Die Brücke wäre durch diese Konstruktion zu niedrig, um sie mit einer Yacht passieren zu können. Um dafür zu sorgen, dass Schiffe das Haringvliet hinein- und herausfahren konnten, ist ein Teil der Brücke schwingbar. Vor allem im Sommer sorgt das hin und wieder für regelmäßige Staus. Das Ziel war nämlich die Brücke zweimal täglich zu öffnen, sogar an einem dicht befahrenem Sommertag.

Bevor die Straßen über den Volkerakdamm fertig waren, konnten die Menschen, die rund um den Volkerakdamm wohnten, sich gegenseitig nur mit einem Boot besuchen. Der Damm und die Brücke brachten einschneidende Veränderungen mit sich. Die Hoekse Waard, Goerree-Overflakee und der Westen Brabants hatten hierdurch eine viel schneller Verbindungsmöglichkeit als früher. Neben einem integriertem Abschnitt des Deltaplans, war der Volkerakdamm auch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Der Punkt an dem die drei Einheiten des Damms zusammenfließen, heisst ‚Heleegatsplein’. Nach dem der Knotenpunkt ein so großer Erfolg war, stehen die Autofahrer hier nun regelmäßig im Stau. Die Reisezeiten van Seeland nach Süd-Holland wurden so, spektakulär verringert. Einwohner von Schouwen-Duiveland konnten jetzt zum Beispiel via den Grevelingendamm und dem Volkerakdamm nach Rotterdam, an Stelle mit der Fähre nach Tholen und von dort aus weiter übers Festland. Für die Einwohner von Walcheren und Süd-Bevelland war der Damm aus den gleichen Beweggründen ein großer Erfolg, vor allem da zu dieser Zeit noch keine Autobahn in Richtung Bergen op Zoom existierte.