Die Rettung

Ein Notdienstwagen des Roten Kreuz kurz vor dem Abtransport von Verwundeten und Geschwächten.
Notdienst
Am Montag den 2. Februar kommt eine groß angelegte Hilfsaktion in Gang und der Ernst der Lage wird deutlich. Erkundungshubschrauber fliegen über das Katastrophengebiet und beginnen damit, Hilfsgüter und Sandsäcke abzuwerfen. Auch das Ausland bietet seine Hilfe an: Belgien, England, die Vereinigten Staaten, Kanada, Dänemark und Frankreich schicken Material und Militär. Vorsichtig beginnt man mit den ersten Evakuierungen.

Am 3. Februar sind 12000 Mannschaften im Einsatz und abends ist die größte Katastrophe vorbei. Der Sturm hat sich beruhigt und es kommt niemand mehr ums Leben. Hier und da sitzen die Menschen noch fest, aber auch sie werden bald gerettet. Binnen weniger Tage sind auch die Evakuierungen aus den überfluteten und gefährlichen Gebieten abgeschlossen und kann eine Schadensbilanz gezogen und mit dem Wiederaufbau der Deiche begonnen werden.

Hilfe aus In- und Ausland

Spielzeug für die Kinder in den betroffenen Gebieten.
Internationale Hilfe
Sowohl aus dem In- wie aus dem Ausland strömen die Hilfsgüter herbei. So viele, dass die Lagermöglichkeiten nach einigen Tagen ausgeschöpft sind. Außerdem kann nicht von jeder Hilfestellung Gebrauch gemacht werden, da diese nicht immer den Anforderungen entsprechen. Am 4. Februar ruft das Rote Kreuz die Bevölkerung auf, keine weitere Kleidung und Möbel zu versenden. Für den Überschuss an Hilfsgütern werden andere Bestimmungsorte ausgewählt: Ein Teil der Güter wird in das isolierte West-Berlin gebracht und ein weiterer nach Korea, wo zu diesem Zeitpunkt Krieg herrscht.
Natürlich ist auch nach der Katastrophe noch finanzielle Hilfe für die Bewohner der überfluteten Gebiete von Nöten. Schlussendlich bekommen die betroffenen Familien mindestens 100% ihres Hausrats ersetzt. Für manche Menschen bedeutet das materiell gesehen sogar eine Verbesserung im Vergleich zu vor der Katastrophe. Jedoch: Ersatz hin oder her, der emotionale Schaden bleibt.