Die ersten zwei Gutachten

Diese beinhalten die Erhöhung des Schouwenser Deichs und das Schließen der Holländischen IJssel. Am 26. Mai 1953 gibt die Deltakommission ihr erstes Gutachten: Erhöhen des Schouwenser Deichs um 3 Meter über NAP (Neuer Amsterdamer Pegel) bis 5 Meter über dem NAP. Dieses erste Gutachten wird allerdings nicht direkt mit dem Deltaplan in Verbindung gebracht.

Das zweite Gutachten der Deltakommission ist das Schließen der Holländischen IJssel. Dieses Gutachten ist von größter Bedeutung, denn wenn die Deiche der IJssel brechen sollten, würde ein Industriegebiet mit mehr als eineinhalb Millionen Einwohnern gefährdet werden. Dieses Gutachten sah demnach vor, die Holländische IJssel durch ein Wehr an der Mündung des Flusses abzusichern. Um die Schifffahrt nicht zu gefährden und die natürliche Wasserdynamik der Holländischen IJssel so wenig wie möglich zu beeinflussen, haben die Architekten sich auf ein bewegliches Wehr einigen können, das nur im Falle einer Sturmflut geschlossen werden muss. Das Gutachten zur Schließung des Flusses wurde 1953 beschlossen und 1954 wurde mit dem Bau des Sturmflutwehrs begonnen.