Gegenwärtige Projekte
Hier werden einige aktuelle Projekte in den Niederlanden vorgestellt.
Die Woolde in Hengelo – Die Woolde ist ein Wasserspeichergebiet in der Nähe des bewohnten Gebiets von Hengelo, im Osten der Niederlande. Es ist ein gutes Beispiel einer nachhaltigen Methode, um mit städtischem Wasser umzugehen. Das Wasser ist ebenso von großer Bedeutung als Naturgebiet und zur Erholung.
Regenwassertrennung in Nimwegen – Gegenwärtig wird ein Projekt östlich des Maas-Waal Kanals ausgeführt zur Regenwassertrennung, bei dem Regenwasser im Boden aufgenommen wird, anstatt es in der Kanalisation verschwinden zu lassen. Zwei Vorteile liegen auf der Hand: das Grundwasser wird konstant erneuert und aufgefüllt und das Wasser wird nicht zu schnell abgeführt. Diese Methode des schnellen Abführens von Wasser über die Kanalisation kann zu sehr hohen Wasserpegeln der nahe gelegenen Flüssen führen. Wenn Instandhaltungsarbeiten fällig werden für das Abführkanalsystem, soll die maximale Versickerungsmenge berechnet werden, die der Boden aufnehmen kann. Zusätzlich zu Drainageleitungen, werden durchlässige Röhren unter den Straßen angelegt; Bewohner wurden dabei aufgeklärt das aufgefangene Regenwasser der Dächer auf die Straße umzuleiten.
Lappenvoort, Glimmermade und Oosterland – Die Wasserspeicherung in den Poldern von Lappenvoort, Glimmermade und Oosterland ist Teil eines Programms zu Renaturierung eines Bachs, die Drenthse Aa, innerhalb des Rahmens von Natur und Erholung. Die „Alte Aa“ ist verbunden mit der Drenthse Aa. Beide Polder kriegen hierbei einen neuen Zweck, d.h. der Speicherung von Wasser in Notfällen. Im Jahre 1998 wurde deutlich, dass das Wassermanagement in Nord-Holland besonders im Bezug auf die Klimaveränderung in der nahen Zukunft angepasst werden musste, um den neuen Umständen Herr zu werden. Wenn Wasserpegel zu hoch werden, können die Polder in kurzer Zeit große Mengen an Wasser aufnehmen.
Der Oostpolder – Hinsichtlich des Oostpolders in der Nähe von Anna Paulowna, sind dreierlei Probleme entstanden. Erstens, gibt es zu wenige Wasserspeicherkapazitäten in nassen Perioden; zum Zweiten gibt es ein Mangel an Wasser während Trockenperioden; und Drittens, benötigt der Amstel Deich eine verstärkte Grundstruktur. Um dieses Problem zu lösen, wird der existierende Graben entlang des Amstel Deichs ersetzt und um 100m ausgebreitet werden. An der Vorderseite der Pumpstation, wird ein großer Wasserspeicherteich gegraben und der Grabenabschnitt von der Pumpstation bis zum Teich wird erweitert. Die totale verfügbare Oberfläche, die zur Wasserspeicherung zur Verfügung steht wird dann auf 2.5ha vergrößert sein. Im Winter gibt es extra Raum, um Wasser zu speichern und im Sommer kann das gespeicherte Wasser in trockeneren Zeiten zum Einsatz kommen. Die ausgegrabene Erde wird anschließend benutzt, um die Deiche entlang der Amstel zu verstärken. Die neue Anordnung ist dazu förderlich für Pflanzen und Tiere. Die Ufer werden in einer umweltfreundlichen Art und Weise angelegt und entlang des neu platzierten Wasserweges werden Bäume, Schilf und Feuchtgebietvegetation angelegt. Nach all diesen Arbeiten, kann der Oostpolder den neuen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts trotzen. Auf diesem Wege wird schon in der Planungsphase Rechnung getragen mit der Möglichkeit größere Mengen Wasser zu speichern. Durch das Zukunft orientierte Planen, hofft man auch zukünftige Überflutungen ohne große Überraschungen begegnen zu können.







