Der Grevelingendamm

Revolutionäre Technik

Grevelingendamm
Video: Grevelingendamm
Am Grevelingendamm wurde 1958 begonnen. Nach sieben Jahren harter Arbeit war der Damm komplett fertig. Der Grevelingendamm war mit seinen 6km bedeutend länger als der Zandkreekdamm oder der Veerse Gatdamm. Caissons schienen für dieses Stück Arbeit eher ungeschickt zu sein. Daum wurde für den einen Teil des Damms eine revolutionäre Technik eingesetzt: mit Hilfe von Seilbahnen wurden große Betonblöcke in das Wasser abgeworfen. Für den Rest des Damms wurden die schon bekannten Techniken eingesetzt, wie z.B. das Einsprühen von Sand und das Versenken von Caissons.

Schema vom Ostkophaven mit einem fixierten Schienenabschnitt (Beladeplatz)
Schema
Was den Damm sonst so besonders macht, ist die Tatsache, dass er nicht primär gegen Überströmungen schützen soll. Haben Dämme nicht immer die Absicht dem Wasser im Wege zustehen? Doch eigentlich ja, aber nicht immer von der Meeresseite. An der Westseite  des Grevelingendamms befand sich nämlich der Haringvlietdamm. An diesem war man schon früher begonnen (1956), aber die Arbeiten dauerten bis 1972. Der Grevelingendamm musste, den Bau des Haringvlietdamms, des Brouwerdamms  und des Oosterscheldewehrs vereinfachen. Wenn man erst den Brouwersdamm gebaut hätte, dann wäre das Szenario undenkbar, dass das Wasser aus dem Grevelingenmeer zum Haringvliet (im Norden) oder der Oosterschelde (im Süden) zurück ins Meer strömen sollte. Diese entstehende extra Strömung war unerwünscht.