Klimaveränderungen

In den letzten Jahren gab es rund um die Klimaveränderung  und dem Ansteigen des Meeresspiegels viel zu tun. Ein Meeresspiegelanstieg wäre besonders für die Niederlande desaströs. Nur die Hälfte des Landes würde bei einem Deichbruch beim gegenwärtigen Meeresspiegel übrig bleiben. Unvorstellbar was bei einem noch höheren Meeresspiegel passieren würde. Die Klimaveränderung führt außerdem zu größeren Wetterextremen mit extremen Niederschlägen. Daher bereitet dies eines der größten Sorgen für das Wassermanagement. Folglich haben die für das Wassermanagement verantwortlichen Wassergremien damit begonnen, mehr Raum für die Flüsse zu schaffen. Auf diesem Wege kann mehr Wasser gestaut werden, bevor es das Meer erreicht und potentielle Überflutungen so kompensiert werden. Interessanterweise geschieht dies gleichzeitig mit dem Schaffen neuer Räume für Natur, insbesondere von Feuchtgebieten.

Eine perfekte Oberfläche – Der Meeresspiegel selbst wird oft als eine Art gleichmäßige Oberfläche gesehen. Man sagt, etwas liegt über oder unter dem Meeresspiegel. Dennoch hat der Gebrauch des Meeresspiegels als Standardoberfläche einen großen Nachteil, da die Meeresoberfläche nicht perfekt flach ist. Das Gegenteil ist der Fall. Die Meeresoberfläche besitzt einen kleinen Neigungswinkel. Dies bedeutet, dass der Meeresspiegel an manchen Stellen höher ist als an anderen. Der Neigungswinkel kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. die Gezeiten, die Corioliskraft und atmosphärische Einflüsse. Die Gezeiten beeinflussen offensichtlich den Meeresspiegel, aber verursachen auch Unterschiede entlang der Küste, da Ebbe und Flut, nicht unbedingt zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten stattfindet.

Die Corioliskräfte, sind einfacher ausgedrückt, eine Kraft, die ihre Wirkung an der Erdoberfläche entblößt und durch die Rotation der Erde entsteht. Aufgrund dieser Kraft, wird ein sich bewegendes Objekt auf der nördlichen Halbkugel mit einem Rechtsdrall bewegen, während ein sich bewegendes Objekt auf der südlichen Halbkugel einen Linksdrall erfährt. Bei fließendem Wasser, bewirkt die Corioliskraft eine kleine Erhebung im Uhrzeigersinn, was sich in einer unebenen Wasseroberfläche zeigt.

Die atmosphärischen Einflüssen, wie Luftdruck und Wind, zeigen auch ihre Wirkung auf die Meeresoberfläche. Während eines schweren Sturms z.B. ist das Meer aufgewühlt und hat nicht mehr eine relativ flache Oberfläche.

Das Ansteigen des Meeresspiegels – Der Meeresspiegel ist seit der letzten Eiszeit vor 18.000 Jahren, um 120 Meter angestiegen. Der größte Anstieg war vor 6.000 Jahren zu verzeichnen. Vor 3.000 Jahren bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts, ist der Meeresspiegel nahezu konstant geblieben, mit einem Anstieg von lediglich 0.1-0.2 mm pro Jahr. Seit 1900, ist der Meeresspiegel jedoch jährlich um 1-3 mm pro Jahr angestiegen, und seit 1992 konnte dank Satellitenhöhenmessung ein Zuwachs von etwa 3 mm pro Jahr berechnet werden.

Wer noch mehr hierüber erfahren möchte kann weiterlesen unter:

Ein Überblick von Küstenverlusten: Mit Nachdruck auf die Südöstlichen Vereinigten Staaten. Zugriff am 14. Februar, 2005.
Veränderungen der Küstenlinien der Erde in den letzten 20.000 Jahren durch das Schmelzen der Gletscher der Eisschicht des späten Pleistozän.
(http://www.pol.ac.uk/psmsl/palaeoshoreline_webpage/HTML/HOME.htm),
vom Permanenten Dienst für den Gemittelten Meeresspiegel
Zeigt Bilder des Meeresspiegels für die letzten 20.000 Jahre, basierend auf den Barbados Korallenaufzeichnungen.
(http://www.pol.ac.uk/psmsl/palaeoshoreline_webpage/HTML/Science.htm)
Weltweite Meeresspiegelveränderung: Bestimmung und Interpretation
(http://www.agu.org/revgeophys/dougla01/dougla01.html)
Meeresspiegelanstieg FAQ (1997)
(http://www.radix.net/~bobg/faqs/sea.level.faq.html)
Das Globale Meeresspiegel Observationssystem (GLOSS)
(http://www.pol.ac.uk/psmsl/programmes/gloss.info.html)