Middelburg

Luftaufnahme Middelburg
Middelburg
Middelburg ist die Hauptstadt von Zeeland und liegt auf der Halbinsel Walcheren. Der ländliche Kreis Middelburg beinhaltet die Ortschaften Arnemuiden, Kleverskerke, Sint-Laurens, Nieuwland und Sint-Joosland und zählte 46.375 Einwohner am 1. Januar 2004. Dies macht Middelburg die zweitgrößte Stadt nach Terneuzen. Middelburg wird vom Kanal durch Walcheren in zwei Hälften geteilt.

Funktionen

Insbesondere in der Dienstleistungsbranche gibt es viele Arbeitsplätze, das liegt auch daran, dass Middelburg Sitz der Provinzregierung ist. Ein Kreisgericht, die Handelskammer für Süd-West der Niederländen, der planologische Dienst, die Provinz-Energie-Gesellschaft (PZEM) und das Dezernat für Wasserwege und öffentliche Bauarbeiten (Rijkswaterstaat) haben ebenfalls ihren Sitz in der Stadt. Im kulturellen Bereich gibt es in Middelburg ein Theater, eine Schaubühne, eine Konzerthalle, ein Auditorium und einige Museen. Das Zeeuws Museum hält Sammlungen aus dem Bereich Keramik, Gemälde, Wandteppiche, Münzen, historische Kostüme und Ausgrabungen. Miniatuur Walcheren ist ein Touristenhöhepunkt. Dort ist die Insel Walcheren originalgetreu im Maßstab 1:20 nachgebildet.

Stadtbild

Abtei von Middelburg
Middelburg
Die älteste Erwähnung der Stadt geht zurück ins Jahr 1103, als Middelburg genannt wird als „Mitthelburgensis portus“ in einer Beschreibung über das Leben von Saint-Willibrord. Man nimmt an, dass die Stadt aus einer Verteidigungsanlage hervorging, einem „Vliedberg“ oder Festung, die im 9. Jh. konstruiert wurde, um die Normannen von einer Invasion von Zeeland abzuhalten. Dieser Theorie nach lag Middelburg in der Mitte von Domburg im Norden und Souburg im Süden.
Das Zentrum der Altstadt ist von Bollwerk umgeben, das am Ende des 16. Jh. errichtet wurde. Nur im Jahre 1873, als der Kanal durch Walcheren ausgehoben wurde, wurde die Form des Bollwerks leicht verändert. Davon abgesehen ist die Form der Verteidigungsanlagen noch gut erkennbar. Am 17. Mai 1940 wurde ein großer Teil der Stadt von deutschen Bomben verwüstet. Während des Wiederaufbaus der Stadt wurden die zerstörten Gebäude in all ihrem Glanz restauriert. Das geplante Straßennetz wurde geändert, um einen besseren Verkehrsfluss zu ermöglichen.