Recycling von Wasser

Nachdem Wasser für häusliche oder industrielle Prozesse gebraucht wurde, wird es normalerweise erst gereinigt, bevor es wieder zurück in die Flüsse und Meere gelangt. In den Achtzigern, wurde deutlich, dass es aufgrund der Verunreinigung der Flüsse, zu schweren Umweltproblemen kam. Dies ist der Zeitpunkt bei dem Wasseraufbereitung in großem Maße zum Einsatz kam. Abwasserbehandlung  ist der Prozess, bei dem der Großteil der Verunreinigungen oder Abfall entfernt wird. Bei diesem Prozess werden zwei Produkte hergestellt: eine flüssiges Abwasser, das geeignet ist, um in die Umwelt zurückgespeist zu werden, und Klärschlamm. Um diese Bearbeitung effektiv verlaufen zu lassen, muss das Abfallwasser in geeigneter Infrastruktur zum Klärwerk gelangen, wobei der Verlauf und Prozess strengen Regeln und Kontrollen unterliegt. Dies ist wichtig, da die Nebenprodukte für Menschen potenziell gefährlich sind. Abwässer aus der Industrie benötigen meist andere spezialisierte Behandlungsmethoden.

Abwasser, ist der flüssige Abfall von Toiletten, Duschen, Küchen, etc., das über das Abwassersystem aufgefangen wird. In vielen Gebieten gehören hier gleichermaßen die Abwässer aus Industrie und Geschäften dazu. In Großbritannien wird das Abwasser aus Toiletten auch Schwarzwasser („Black Water“) oder Faulwasser („Foul Water“) genannt. Das Abfallwasser aus Badezimmern und Küchen wird als Grauwasser („Grey Water“) bezeichnet, und Wasser aus der Industrie und Betrieben wird als „Handelswasser“ („Trade Water“) bezeichnet.

Die Einteilung des Haushaltswasser in Grauwasser und Schwarzwasser wird zunehmend auch in Entwicklungsländern benutzt. Das sogenannte graue Wasser kann recycelt werden, um Pflanzen zu bewässern oder für die Toilettenspülung eingesetzt werden. Das Schwarzwasser enthält Krankheitserreger, die erst vom Wasser geschieden werden müssen, bevor es zum Einsatz kommen kann. Viel Abwasser enthält unter anderem auch Regenwasser, das auf Dächern oder Straßen aufgefangen wird. Das Wasser einer Gemeinde, das bei der Wasseraufbereitungsanlage ankommt, setzt sich aus allen Arten von Abfallwasser zusammen: aus Haushalten, Betrieben und aus der Industrie abkömmliche Abfälle, sowie das Oberflächenwasser, das bei Regen aufgefangen wird.

Abfallwassersysteme die den flüssigen Abfall zusammen mit dem aufgefangenen Regenwasser zu einer Abwasserreinigungsgsanlage (ARA) abtransportieren, werden als Mischsysteme bezeichnet. Der Einsatz dieser Anlagen ist in den Vereinigten Staaten und Kanada eher selten und wird seit neuesten Regulierungen stets weniger in Großbritannien und anderen europäischen Ländern eingesetzt. Anstatt dessen, wird flüssiger Abfall und Regenwasser durch ein Trennsystem aufgefangen und in verschiedenen Systemen transportiert, die als Sanitärkanalisation und Regenwasserkanalisation in den USA und als Faulwasser und Oberflächenwasser in Großbritannien bezeichnet werden. Wenn Faulwassersysteme so konstruiert sind, dass sie auch überschüssiges Wasser aus dem Regenwassersystem auffangen, werden diese auch als Regenüberlaufbecken oder als Mischsysteme bezeichnet.

Wenn Regenwasser über Oberflächen strömt, transportiert es verschiedene verschmutzende Stoffe mit sich, wie z.B. Bodenpartikel (Sedimente), Schwermetalle, organische Verbindungen, Abfälle von Tieren, sowie Öl und Fett. Basierend auf den Rechtsgrundlagen mancher Länder, ist es vorgeschrieben, das Regenwasser erst behandelt werden muss, bevor es wieder in die Umwelt zurückgespeist werden darf. Beispiele hierfür umfassen, Absetzbecken, Feuchtgebiete und Filtervorgänge, um grobe Verschmutzungen zu entfernen.

Die konventionelle Abfallwasserbehandlung setzt sich meist aus diesen 3 Schritten zusammen:

1. Erstbehandlung – dem Sinken lassen van Feststoffen.
2. Zweitbehandlung – das Entfernen aller gelösten oder sich in Emulsion befindlichen Stoffe.
3. Drittbehandlung – letzte Reinigung, bevor das Wasser wieder in die Umwelt zurückfließen kann.