Rotterdam

Luftaufnahme vom Rotterdamer Hafen
Rotterdam
Rotterdam ist die zweitgrößte Stadt der Niederlande und liegt in der Provinz Süd-Holland. Im Jahre 2000 hatte die Stadt fast 600.000 Einwohner. Die Stadt besteht aus Vororten, acht Bezirken, dem Hafen und dem Industriegebiet. Einige Vororte sind so dicht an Rotterdam, dass sie wie die Ortsteile von nur einer großen Stadt wirken. Die Region Rotterdam besteht aus 14 Ortsteilen und hat 1,1 Millionen Einwohner. Rotterdam liegt entlang der beiden Flussarme der neuen Maas (Nieuwe Maas), der beiden Arme des "Neuen Wasserwegs" (Nieuwe Waterweg) und des Botlek-Areals.

Die Erasmusbrücke gestaltet die Skyline von Rotterdam
Erasmusbrücke
Insbesondere um das Jahr 1900 wuchs die Stadt, als die angrenzenden Vororte Teile der Stadt wurden (1886 Delfshaven, 1895 Kralingen und Charlois, 1914 Hoek van Holland und 1934 Pernis). Dies war notwendig, da sich die Häfen, Industrie- und Wohngebiete in alle Richtungen ausweiteten.

Stadtbild

Die Geschichte von Rotterdam begann in der zweiten Hälfte des 13. Jh. mit der Gründung eines Dammes am Fluss Rotte. Rotterdam erhielt 1340 das Stadtrecht, 20 Jahre später besaß der Ort seine eigene Stadtmauer. Diese Mauer bestimmte die Größe der Stadt für 500 Jahre. Bis zur ersten Hälfte des 19. Jh. wuchs die Stadt nicht außerhalb der Mauer, abgesehen vom neu gewonnenen Land der neuen Maas.

Um 1875 ging die Stadt auseinander. Es wurde südlich, nördlich und westlich der Stadt gebaut. Am Ende des 19. Jh. und am Anfang des 20. Jh entstanden Arbeiterviertel. Die Menschen lebten dort unter ärmlichen Verhältnissen. In den 1920er und 1930er Jahren versuchte man die Lebensqualität zu verbessern. Öffentliche Gärten wurden angelegt im Spangenviertel und im Kiefhoek-Viertel versuchte man dies mit der Funktionalität der Architektur zu verbinden.

Im Mai 1940 war quasi das ganze Stadtzentrum vom deutschen Bombardement verwüstet. West-Kralingen und der 300 Jahre alte Hafen wurden ebenfalls zerstört. Auf einer Fläche von 260 ha wurden fast 25.000 Häuser, 24 Kirchen, 13 Krankenhäuser, 63 Schulgebäude, 25 öffentliche Gebäude und 6.000 Handelsbesitztümer zerstört. Die Stadt wurde nach dem zweiten Weltkrieg neu entworfen. Es wurde geplant, Gebäude gleichen

Brücke über die Neue Maas
Rotterdam
Zwecks zusammenzulegen. Zum Beispiel errichtete man Bankengebäude nahe der Börse und auch Industriegebäude und Großhandelsgeschäfte der gleichen Art wurden erbaut. Das Einkaufszentrum Lijnbaan (1953) war das erste, das vom Verkehr abgeschlossen war. Die Wohnhäuser wurden in Randlage zur Stadt gebaut (Overschie, Schiebroek, Lombardijen, Prins Alexander, etc.). Der Hafen und die Hafenindustrie wuchsen weiter westwärts, besonders vom Süden des Neuen Wasserweg aus.

Die ältesten Hafengebiete am südlichen Arm der Maas wurden zu Beginn der 1980er Jahre modernisiert. Der Wandel von Leuvehaven und Wijnhaven zum Tourismuszentrum Waterstad, bestehend aus Hotels, Promenaden, Theater und Museen, ist eine der jüngsten Entwicklungen. Ein anderes Prestigeprojekt ist das Kop van Zuid am südlichen Arm der Maas, wo man den Büroblock Wilhelminahof findet sowie das frühere Holland-Amerika-Linie-Gebäude, das zu einem Hotel umgewandelt wurde. Kop van Zuid ist mit dem Stadtzentrum verbunden über die beeindruckende Erasmus-Brück (1996).