Walcheren und die Bevelands

Seit 1871 ist Walcheren keine Insel mehr aber immer noch ein abgelegenes Gebiet. Man braucht eine Weile, bis man die Städte Middelburg und Flushing erreicht, nachdem man die Provinz Zeeland betreten hat. Der Küstenurlaubsorte Zouteland, Westkapelle, Domburg, Oostkapelle und Vrouwenpolder sind noch weiter entfernt. Im Norden von Walcheren liegt Veere, eine kleine malerische Stadt am See Veere. Die Städte und Dörfer liegen im quasi endlosen Tiefland, das von der Landwirtschaft geprägt ist. Vor dem zweiten Weltkrieg sah Walcheren anders aus als heute. Um die deutschen Besatzungsstreitkräfte zu vertreiben, bombardierten die Alliierten die Deiche. Nachdem das geflutete Land wiedergewonnen und die Deiche neu gebaut waren, entschied man sich zur Umgestaltung der Landwirtschaft. Gewundene Straßen machten Platz für pfeilgerade Straßen. Trotzdem ist Walcheren immer noch sehr schön. Die Region strahlt Ruhe und Frieden aus und ist deshalb nicht nur ein passender Ort zum niederlassen sondern auch ein beliebtes Ferienziel.

Nord-Beveland und Süd-Beveland sind landwirtschaftliche Gebiete und waren es auch immer. Die Hälfte der Bewohner Zeelands lebt in einem der vier Hauptgemeinden Terneuzen, Middelburg, Flushing und Goes. Die andere Hälfte (um 180.000 Einwohner) lebt auf dem Land. Die Bevelands können eingeteilt werden in Felder, Weideland, Obstplantagen, Deiche und Blumen. In der "Tasche von Süd-Holland" (das Gebiet zwischen Borsele, Goes, Ellewoutsdijk und Kapelle-Biezelinge) lassen sich wunderbare Radtouren machen. Die Stadt Goes zieht viele Touristen wegen seiner Monumente und Läden an. Yerseke, nahe Oosterschelde, ist ein wichtiger Ort für die Aquakultur von Schalentieren wie Muscheln und Austern.